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Biegegrad und Neigungswinkel

Erinnern Sie sich an das Schulfach Physik? – Viele von uns hatten das (teilweise zweifelhafte) Vergnügen schon ab der sechsten Klasse und sind es bis zur 10 oder 12. Klasse nicht mehr losgeworden. Einige hatten es auch noch innerhalb der Berufsausbildung oder im Studium... vielleicht sogar darüber hinaus.

 

Inhalte wie Temperatur, Lautstärke, magnetische Kraft, elektrischer Widerstand, Stromstärke, kinetische Energie, Induktion, Astronomie, Volumen... ich könnte ewig so weiter machen. Und obwohl ich Physik nach der 10. Klasse abwählen und im Abitur nicht weiter verfolgen konnte (oder musste), denke ich heute darüber nach, ob die Inhalte nicht auch außerhalb des naturwissenschaftlichen Kontextes zur Anwendung kommen.

 

Einerseits findet man die Physik in der täglichen Praxis: Als Beispiel... ähm... ja, genau. Plissees und Rollos. Ich nutze das mal, weil ich gerade darauf schaue: bei den Plissees geht es wie auch bei den Rollos um Biegsamkeit der Stoffe. Ein raffen oder Aufwickeln klappt nur, weil die Stoffe sich anpassen.

 

Im Leben funktioniert das ähnlich: Anpassung und Biegsamkeit werden immer wichtiger. Kompromisse mit unseren Mitmenschen zu schließen, bedeutet auch, sich an bestimmte Umstände anzupassen. Dabei geht es nicht um zwanghafte Unterordnung. Vielmehr geht es darum, dass man lernt, sich Bedingungen anzupassen, um sich selbst und anderen nicht im Weg zu stehen.

 

Die Aussage „Lass dich nicht verbiegen!“ bekommt damit einen völlig neuen Sinn: Es geht nicht darum, sich nicht verbiegen zu lassen, weil das Verbiegen schlecht ist. Es geht darum, sich selbst immer nur soweit zu neigen, wie es einem möglich erscheint. Denn sonst kommt irgendwann jemand, der einen nicht nur verbiegt, sondern vermutlich auch bricht. … Und das gilt es in jedem Sinne zu vermeiden.

2.8.12 10:13

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